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Eichenlaub
Vereinsgeschichte
Eichenlaub

1933 - 1950

Ende Dezember 1934 wurde vom Kreisschützenbund Lippstadt die Zusammenlegung mehrerer Schützenvereine zu einem Großverein angestrebt. Die Gründe für diesen Wunsch waren ohne Zweifel im politischen Zeitgeist zu suchen. Dem Ziel, jede Individualität zu bekämpfen, sollten auch die Vereine mit ihren spezifischen Aufgaben geopfert werden. Schon bald nach der nationalsozialistischen Machtergreifung im Jahre 1933 machte sich der neue Zeitgeist bemerkbar: In einer Generalversammlung am 02.07.1933 erschienen gegen Ende der Sitzung zwei Beauftragte der damaligen Machthaber und beschlagnahmten das Protokollbuch. Zwei Tage später beschlagnahmten fünf Uniformierte das Kassenbuch und zwei Sparkassenbücher. Man hatte in der Generalversammlung eine starke Erregung bemerkt. Daher hatte man es für tunlich gehalten, die Vermögensstücke des Vereins sicherzustellen, damit Ruhe und Ordnung aufrechterhalten bleiben, heißt es in der Begründung der Kreisleitung der NSDAP. Die Bücher kamen zurück, man ging wieder zur Tagesordnung über.

Der zweite Weltkrieg (1939-1945) brachte eine schmerzliche Zäsur in das blühende Vereinsleben. Fast zehn Jahre ruhte jegliche Vereinstätigkeit. Im Jahre 1948 begann man laut Anweisung der britischen Militärregierung, das gesamte Schützenwesen neu aufzubauen. Der Verein führte zu dieser Zeit den Namen „Heimatschutzverein Friedhardtskirchen“. Auf Initiative von Heinrich Kirchhoff folgten am 21.03.1948 fünfzig Mitglieder und einige Nichtmitglieder der Einladung zur Neuorganisation des Schützenwesens in Westfalen. Spontan wählte man einen Vorstand, der die erforderlichen Verhandlungen aufnehmen sollte. Einstimmig wurde Karl Rohe zum ersten und Georg Kersting zum zweiten Vorsitzenden gewählt.

Der Kassenbericht sah weniger erfreulich aus. Vom letzten Kassenbestand aus dem Jahre 1939 (425,50 RM) blieb nach notwendigen Ausgaben am 01.03.1948 die Summe von 46,95 RM übrig. Der Sparkassenbestand war auf Anordnung der Militärregierung noch gesperrt. Man beschloss das erste Nachkriegsschützenfest zu Pfingsten in althergebrachter Weise zu feiern. Schützenbruder Fritz König-Nölle stellte seine große Scheune zur Verfügung, da Zelte nicht beschafft werden konnten. Zur Beköstigung der Musik wurde an die Schützenbrüder appelliert, Lebensmittel zu stiften. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass vor dem ersten offiziellen Schützenfest bereits 1947 ein Fest auf dem Dorfkamp stattgefunden hat. Bei diesem Auftakt-Schützenfest wurde Klemens Homberg König.

Beharrlich wurde an der Planung zum ersten offiziellen Schützenfest vom 17.-18.05.1948 nach neun Jahren Pause gearbeitet. Am 06.05.1948 wurde die Genehmigung zur Durchführung des Festes bei der Amtsverwaltung in Erwitte beantragt. Die Erlaubnis der Militärregierung lag bereits vor. Mit vereinten Kräften wurden alle Hindernisse ausgeräumt. Das sogenannte Scheunenfest ging in die Geschichte des Schützenvereins ein. An dieser Stelle ist es des Chronisten Pflicht, eines Mannes zu gedenken, der Vorbild war und bleiben wird. Das Schützenfest war gerade vorüber, als sich der Ehrenvorsitzende Karl Rohe auf das Krankenlager legte, das er nicht mehr verlassen sollte. Sein Name bleibt mit dem Schützenverein auf das Engste verbunden.
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